Safe in Social Media unterwegs

Gerade hast du dein neues Video gepostet - du und deine BFF haben ewig geübt, bis die Choreo stimmte. Und dann noch die Zeit, die für Make-up und Styling drauf gegangen ist …! Aber es hat sich gelohnt: Alles sieht super professionell aus und mega sexy außerdem. Deine Friends und Follower kommentieren und liken auch sofort: perfekt! Bis zu dem Moment, wo dieses Foto unter den Kommentaren auftaucht – mega peinlich! Was geht in dem Typ vor, dass er dir SOWAS schickt? Was in ihm vorgeht, merkst du wenig später, als du eine PN von ihm kriegst. Er schreibt detailliert, was er mit dir und deiner Freundin anstellen möchte, echt krank. Wäre das irgendein anonymer Typ aus dem Internet, ok … aber dieser weiß anscheinend ganz genau, wo du zur Schule gehst und wo du abhängst … Du hast Angst.

Social media

Die „Sozialen Medien“ – also Apps und Webseiten wie Snapchat, Tiktok, Twitch, Youtube oder Whatsapp – unterliegen nicht der Sicherheitskontrolle von FSK und USK (was das ist, findest du hier Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz). Hier kann jeder veröffentlichen und schreiben, was er oder sie möchte. Natürlich haben die Betreiber der Apps auch Vorgaben und Richtlinien, die ein gewisses Maß an Jugendschutz gewährleisten sollen. So werden Bilder beispielsweise automatisch nach pornografischen Inhalten gescannt und die Nutzer sind aufgerufen, alle aufhetzenden, sexualisierten oder in anderer Weise verbotenen Inhalte an die Betreiber zu melden.

Du kannst in der digitalen Welt allerdings leicht in Gefahr geraten,  ganz ohne, dass  etwas auf den ersten Blick Verbotenes passiert. Auf unseren Seiten zu Cybergrooming, Sexting und Cybermobbing  kannst du dich über bestimmte Arten von Übergriffen und Gewalt gegenüber Minderjährigen in der digitalen Welt informieren.

Aber mit ein paar Vorsichtsmaßnahmen kannst du selbst dafür sorgen, dass du sicher und relaxt in Tiktok, Youtube, Whatsapp & Co unterwegs bist.

Tipps und Tricks für den sicheren Umgang mit Social Media:

  1. Gib möglichst wenig preis von dir!
    Wenn dich jemand beleidigen, bedrohen, stalken oder sexuell verletzen will, muss er etwas über dich wissen. Je mehr du unkontrolliert über Social Media über dich veröffentlichst, desto eher können diese Informationen missbraucht werden.
  2. Schütz deine Privatsphäre!
    Stell dein Konto auf privat und gib niemandem deine Kontaktdaten, den du nicht offline kennst. Nenn nicht deinen richtigen Namen, sondern nutze einen Nickname und deaktiviere deine Geodaten.
  3. Verhindere, dass andere deine Handynummer herausfinden können.
    Sei kritisch bei Bekanntschaften, die du nicht offline kennst. Wenn du ein komisches Gefühl bei jemandem hast, vertraue unbedingt diesem Gefühl und ghoste die Person oder blockiere den Kontakt. Lass dich nicht auf Diskussionen ein – dein Gefühl ist dein Wegweiser und du musst nicht erklären, warum du jemanden nicht magst.
  4. Generell solltest du alle Konten von Nutzern blockieren, die nichts von deinen Beiträgen, Stories und Livestreams sehen sollen. VORSICHT! Je nach App heißt das nicht, dass deine Inhalte nicht von deinen Freunden weiter geteilt werden können und so auch Fremde erreichen.
  5. Poste deshalb keine freizügigen Fotos von dir, niemals. Das Internet vergisst nicht. Auch der Junge, mit dem du gerade zusammen bist oder deine BFF sollten keine Fotos von dir bekommen, die du nicht jedem zeigen würdest. Ein Krach mit der besten Freundin oder eine neue Liebe in deinem Leben reichen – und du siehst, wenn du Pech hast, deine Nacktfotos auf jedem Handy der Schule.
  6. Bevor du eine App herunter lädst, sprich mit deinen Eltern und installiere sie gemeinsam mit ihnen. Informiert euch gemeinsam darüber, wie die App funktioniert, was über die Nutzer bekannt ist und welche Schwachstellen sie hat.