Regelblutung / Menstruation / Periode

Periode, Tage, Monatsblutung, Menstruation…die Regelblutung hat viele Namen. Wenn du ein bisschen Blut in deiner Unterhose entdeckst, ist das ganz normal und ein Zeichen dafür, dass du deine Tage bekommen hast. Mit der Zeit kannst du dann besser einschätzen, wann die Regelblutung einsetzt. Denn ab der Pubertät bis zu den Wechseljahren, d.h. etwa dem 50. Lebensjahr, bekommst du deine Regelblutung ungefähr 500 Mal. Vermutlich hast du gerade eine Menge Fragen im Kopf. Was passiert in meinem Körper? Muss ich jetzt Tampons benutzen? Was soll ich bei Regelschmerzen tun? Auf dieser Seite findest du Antworten auf die häufigsten Fragen im Zusammenhang mit der Regelblutung.

Mehr Infos zur Regelblutung

Wann kommt die erste Regelblutung?

Für viele Mädchen und Personen mit Eierstöcken ist es etwas ganz Besonderes ihre erste Periode zu haben. In manchen Kulturen wird dieses Ereignis sogar mit einem Fest gefeiert. Denn die erste Menstruation ist ein Zeichen dafür, dass du geschlechtsreif bist, d.h. du kannst schwanger werden.

Die erste Regelblutung setzt bei den Meisten zwischen dem elften und 15. Lebensjahr ein. Es gibt einige Anzeichen, die darauf hinweisen, dass es bei dir bald soweit ist. Vielleicht hast du schon einige Monate vor der ersten Blutung einen weißlichen Schleim – den sogenannten Weißfluss - in deiner Unterhose oder auf dem Toilettenpapier bemerkt? Dieser kann ein Zeichen dafür sein, dass du bald deine erste Regelblutung bekommst.

Sind unregelmäßige Blutungen schlimm?

Die Zeit vom ersten Tag der Periode bis zum Tag vor der nächsten Periode wird Menstruationszyklus genannt. Wenn sich der Rhythmus einmal eingependelt hat, hast du ungefähr einmal im Monat für drei bis sieben Tage Regelblutungen. Bis das so regelmäßig ist, dauert es aber ein Weilchen. In jungen Alter ist der Zyklus noch oft sehr unregelmäßig. Bis zu zwei Jahre kann der Körper brauchen, um sich darauf einzustellen. Bis dahin können auch schon mal 2 oder 3 Monate zwischen den Blutungen liegen und die Regel kann einen oder auch zehn Tage dauern.

Damit die Regel dann nicht zur Überraschung wird, kannst du dir ein Menstruationstagebuch anlegen oder eine Zyklus-App verwenden. Darin trägst du ein, wann du deine Periode hast. Das geht auch einfach im Kalender. Es kann wichtig sein zu wissen, wann du mit deinen Tagen rechnen solltest. So kannst du zum Beispiel Wäscheschutz einpacken. Wenn du eine Zyklus-App vorziehst, dann check genau, was diese mit deinen Daten macht. Du möchtest bestimmt nicht, dass so sensible Daten irgendwie zu Werbezwecken weitergeben werden. Wenn du dich mit diesen Datenfragen nicht auskennst, dann frag jemanden in deinem Umfeld.

Wenn du die Regelblutung schon längere Zeit regelmäßig hast und sie dann plötzlich ausbleibt, kann das ein Zeichen für eine Schwangerschaft sein (wenn du vaginalen Geschlechtsverkehr hattest) oder auch für eine Erkrankung. Beides lässt sich durch einen Besuch in einer gynäkologischen Praxis klären.

Was passiert bei der Menstruation?

Das Blut bei der Menstruation kommt aus der Gebärmutter. Sie ist innen hohl und mit einer Schleimhaut ausgekleidet. In den Eierstöcken reift abwechselnd links oder rechts eine Eizelle heran. Beim Eisprung wandert diese Eizelle durch den Eileiter zur Gebärmutter. Dort hat sich eine nährstoffreiche Schleimhaut aufgebaut, damit sich die Eizelle einnisten kann. Das passiert aber nur, wenn sie von einer männlichen Samenzelle befruchtet wurde. Nistet sich keine befruchtete Eizelle ein, löst sich die oberste Schicht der Schleimhaut ab und die Menstruation setzt ein. Das Menstruationsblut nimmt die Schleimhautteilchen mit. Blut, Schleimhautteilchen und Vaginalflüssigkeit fließen durch die Vagina nach außen.

Was tun bei Regelschmerzen?

Es ist ganz normal, dass man sich während der Regelblutung oft etwas unwohl fühlt. Zu Beginn der Tage hast du vielleicht Bauchschmerzen, Kopfschmerzen oder es zieht im Rücken. Was dagegen hilft, ist bei jeder Person verschieden. Manche schwören auch Ablenkung und Bewegung, andere mögen es lieber ruhig. Probiere es mal mit einer Wärmflasche oder Kräutertee. Bei starken Schmerzen können gezielte Massagen oder Schmerzmittel helfen. Wenn die Schmerzen ganz schlimm sind oder gar nicht mehr aufhören, wende dich am besten an deine*n Gynäkolog*in.

Menstruationshygiene - Tampons, Binden und Co.

Binden und Slipeinlagen

Binden und Slipeinlagen werden mit einem Klebestreifen in der Unterhose befestigt. Sie fangen das Menstruationsblut dann außerhalb deiner Scheide auf. Die meisten Mädchen benutzen, wenn sie ihre Periode bekommen, zuerst Binden. Auch wenn du Schmierblutungen hast oder deine Periode sehr schwach ist, solltest du Binden benutzen. Es gibt sie in vielen verschiedenen Ausführungen: Dick oder dünn, mit Flügeln oder ohne, parfümiert und nicht parfümiert. Welche Binde du nimmst, hängt von der Stärke deiner Blutung ab. Nachts kannst du vorsichtshalber eine dickere Binde benutzen. Wenn deine Regelblutung ausklingt, sind Slipeinlagen die beste Option. Am besten achtest du auf atmungsaktive Modelle aus möglichst natürlichen Inhaltsstoffen.

Tampons

Tampons werden in die Vagina eingeführt und nehmen dort das Menstruationsblut auf. Sie zu benutzen, erfordert etwas Übung. Meistens findest du eine Anleitung auf der Packungsbeilage. Tampons müssen etwa alle vier bis sechs Stunden gewechselt werden. Dazu ziehst du sie am Rückholbändchen heraus.

Lass den Tampon möglichst nicht länger als acht Stunden in der Vagina und vergewissere dich, dass du ihn am letzten Tag der Blutung entfernt hast. Bleibt der Tampon zu lange drin, können sich dort Bakterien ansammeln. Das kann zu schweren Infektionen führen. Übrigens: Viele Mädchen finden Tampons praktisch, weil man damit viele Sachen machen kann, die mit Binden nicht gehen, zum Beispiel Sport machen oder Schwimmen gehen.

Naturschwämmchen

Eine weitere Möglichkeit, dein Menstruationsblut aufzufangen sind Menstruationsbändchen aus Naturschwamm. Die Schwämmchen sind mehrmals verwendbar. Wie bei einem Tampon werden sie in die Vagina eingeführt und an einem Rückholbändchen wieder entfernt. Der Vorteil von Menstruationsschwämmchen ist, dass sie natürlich sind und die Vagina nicht austrocken. Außerdem wird nicht so viel Müll produziert wie bei Binden und Tampons.

Menstruationstasse

Eine relativ neue Methode ist die sogenannte Menstruationstasse. Das ist ein kleiner Behälter aus weichem Silikon, der gefaltet in die Scheide eingeführt wird. In der Vagina entfaltet sie sich und eine Saugwirkung entsteht, durch die die Tasse nicht verrutscht. Der kleine Behälter füllt sich dann mit Menstruationsblut und muss etwa alle 4 bis 8 Stunden in die Toilette entleert werden. Danach musst du sie nur kurz mit Wasser abspülen und kannst sie dann wieder einsetzten. Auch die Menstruationstasse trocknet deine Scheide nicht aus und produziert keinen Müll. Sie hält jahrelang. Du kannst die Menstruationstasse im Internet bestellen und in manchen Drogerien kaufen. Sie kostet ungefähr 20 Euro.

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