MINSKI

Unser Programm wurde ausgezeichnet vom Land Rheinland-Pfalz 2004 -2024

Liebe MINSKI-Besucher, 
in den nächsten zwei Monaten wartet wieder ein niveauvolles Filmprogramm auf den Besuch der Filmfreunde der Stadt Neuwied und der weiteren Umgebung. Mit dabei sind zwei sehenswerte Dokumentarfilme über zwei bekannte Sängerinnen, Dramen und Besucherwünsche. Somit lohnt sich ein Besuch ihres Programmkinos auch in den Sommermonaten. Wir haben einen bunten Film-Cocktail angerichtet. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.          

Mittwoch,
02.07.2025

Beginn
20.00
Ende ca. 
22.00
Uhr

Frei ab
12 Jahren

In Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Neuwied:

„Ich will alles! – Hildegard Knef „        

„Hier kommt die Uneitle, deren Ehrgeiz es war, die Beste zu sein“, so das Urteil vieler Nachwuchstalente der UFA über ihre junge Schauspielerkollegin, Hildegard Knef. Ob sie uneitel war, sei dahingestellt, aber sie hatte auf jeden Fall, das gewisse Etwas, das den Unterschied ausmachte. Sie übernahm die Hauptrolle in Wolfgang Staudtes „Die Mörder sind unter uns“, dem ersten Anti-NS-Film, mit dem die frisch gegründeten DEFA-Studios debütierten. Aufsehen erregte sie in dem Film „Die Sünderin“ im Jahr 1951, der einen regelrechten Skandal verursachte. Aber nicht nur als Schauspielerin machte sie Karriere, sondern tat sich auch als Sängerin hervor. Sie war einer der schillerndsten Entertainerinnen deutscher Sprache. Der Film konzentriert sich anhand zahlreicher Archivbilder und -filme auf das Leben ab der 40er Jahre und beleuchtet so die zwischen Beruflichen Erfolge und Enttäuschungen, internationalen Ruhm und ihr privates Leben. Hildegard Knef musste sich in der Bunderepublik immer wieder gegen öffentliche Kritik wehren. Im Film räumt Luzia Schmid durch die Ausschnitte ihr die Deutungshoheit über ihre Karriere und Leben ein und konterkariert damit die zwiespältige Rezeption im eigenen Land. Dadurch entsteht ein einzigartiges Portrait einer großen Künstlerin.         
Deutschland / 2025 /   Buch und Regie: Luzia Schmid

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Mittwoch,
09.07.2025

Beginn
20.00
Ende ca.
22.00
Uhr

Frei ab
12 Jahren 
 „Der Pinguin meines Lebens „

Der Film spielt im Jahr 1976 in Argentinien, dass sich in einem politischen Umbruch befindet. Dort arbeitet der Lehrer Tom Michell an einer Schule. Er reist in das Nachbarland Uruguay und trifft dort bei einem Strandspaziergang auf einen verwaisten Pinguin. Er beschließt ihn zu retten und ihn zu sich zu nehmen. Er verleiht ihm den Namen Juan Salvador und wird schnell zu einem täglichen Begleiter. Der Pinguin verändert das Leben des Lehrers in einer unerwarteten Weise. An seiner Schule sind Haustiere strengsten untersagt. Aber der Pinguin hat nicht nur Toms Herz erweicht, sondern auch das der Schüler. Durch diese außergewöhnliche Freundschaft lernt Tom nicht nur über das Leben in einer fremden Kultur, sondern auch viele über sich und die Fähigkeiten anderen zu helfen. Ein sehenswerter Film.
Großbritannien/Spanien/USA/ Irland 2024    /    Buch: Jeff Pope, Regie: Peter Cattaneo                                                                                                                     
Darstellerinnen: Steve Coogan, Jonathan Pryce, Björn Gustafsson, Vivan El Jaber, Alfonsina Carrocio਍

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Mittwoch, 
16.07.20

Beginn
20.00
Ende ca. 
22.00
Uhr

Frei ab 
12 Jahren

„ Bolero “                               Besucherwunsch

Der Film erzählt die Entstehungsgeschichte eines der meist gespielten und bekanntesten Musikstücke der Musikgeschichte und ist gleichzeitig ein Biopic über dessen Erschaffer, den Komponisten Maurice Ravel, in den 1920er Jahren zur Zeit des Art Déco, des Charleston und den Nachwirkungen des 1. Weltkrieges. Das Musikstück wurde vielfach gecovert, zuletzt gar als Techno-Variante. Auch gehörte es im Kino häufig zu den verwendeten Kompositionen. Für Ravel war die Komposition wohl eher ein Zufallstreffer.
Sie entstand aufgrund der Inspiration von mechanischen Geräuschen, die durch Industriemaschinen hervorgebracht werden. Ravel zeigt seiner Auftraggeberin, der Tänzerin und Choreografin Ida Rubinstein eine solche Fabrik. Sie hat Ravel engagiert, um ein Stück für ihn zu schreiben und Ravel quält sich mit der Komposition. Schließ wird das Stück doch noch fertig, erlebt seine Ballettpremiere und beginnt seinen Siegeszug durch die Musikgeschichte. Der Film endet mit dem Leidensweg Ravels, der an einer seltenen Demenzkrankheit litt. Er konnte zwar noch komponieren, aber er ist nicht mehr in der Lage, das aufzuschreiben, was in seinem Kopf ist.
Frankreich/Belgien 2024   / Buch: Anne Fontaine, Claire Barré/ Regie: Anne Fontaine
Darsteller*innen: Raphaël Personnaz, Doria Tillier, Jeanne Balibar, Emmanuelle Devos           

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Mittwoch, 
23.07.2025

Beginn
20.00 
Ende ca.
22.00
Uhr

Frei ab
12 Jahren਍
„Der Lehrer, der uns das Meer versprach „

Antoni Benaiges darf nach seiner Ankunft erst einmal selbst die alte Dorschule reinigen, bevor mit dem Unterricht anfangen kann. Von den Unruhen überall in Spanien ist auf den ersten Blick noch wenig zu spüren. Aber Antoni ist der Dorfbevölkerung verdächtig, denn er ist Atheist und zudem möglichweise Kommunist. Neben seinem Auftreten sind dafür auch seine modernen Erziehungsmethoden verantwortlich. Die Kinder blühen in seinem Unterricht jedoch regelrecht auf und er zusammgewürfelte Haufen aus Jungen und Mädchen formt sich zu einer echten Gemeinschaft. Im Gegensatz zu dem strengen und autokratischen Lehrverhalten des Pastors macht Antoni den Kindern Mut, födert ihr Selbstbewußtsein und gibt ihnen Gelegenheit das Wissen spielerisch zu entdecken. Als Höhepunkt des Schuljahres soll ein Ausflug ans Meer stehen, das die Kinder noch nie gesehen haben. Doch zuvor kommt der Bürgkrieg ins Dorf.
In einer Rahmenhandlung des Films will Ariadna den Wunsch ihres schwer erkrankten Großvaters erfüllen und herausfinden, was mit seinem Vater passiert ist. Bei ihren Recherchen stößt sie auf Antonis Geschichte, die sie ihn Gesprächen mit dessen überlebenden ehemaligen Schülern und Schülerinnen Schritt für Schritt rekonstruiert. Das Regiedebüt von Patricia Font ist ein wunderbarer Film, der sich ins Gedächstnis eingräbt. Absolut sehenswert!
Spanien 2023   /   Buch: Albert Val /Regie: Patricia Font
Darsteller*innen: Enric Auquer, Laia Costa, Luisa Gavasa਍

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Mittwoch, 
30.07.2025

Beginn
20.00 Uhr
Ende ca.
22.00
Uhr

Frei ab
12 Jahren

“Hundschuldig “                             Besucherwunsch

Die Anwältin Avril Lucciani, die oft hoffnungslose Fälle übernimmt und von ihrem Ekel von Chef aufgefordert wird ihren nächsten Fall zu gewinnen, wenn sie den Job behalten will, hat es mit erneut mit einem offenbar ausichtslosen Mandat zu tun. Sie soll die liebenswerte, aber keinesfalls brave Promadenmischung “Cosmos”, die drei Frauen gebissen hat, und ihren Halter Driuch Michowski verteidigen. Mir einem juristigen Kniff verhindert sie zunächst, dass das Tier eingeschläfert wird. Sie erwirkt, dass “Cosmos” nicht als Sache, die Eigentum des Halters ist, sondern als Individuum behandelt wird. Der Prozess, der jede Menge absurde Wendungen nimmt, weckt zunehmend das Interesse der Öffentlichkeit. Avril und der Hund werden Medienstars und die Geschichte gewinnt eine nicht vorhersehbare eigene Dynamik. Der Film beruht tatsächlich auf wahren Begebenheiten, die sich vor rund 10 Jahren in der Schweiz ereignet haben. Doch die Regisseurin schildert das damalige Geschehen nicht nur in der üblichen Form eines Justiz-Thrillers, sondern dieser ist nur eine Art Timeline, in der sie zahlreiche Nebenfiguren und ergänzende Geschichten einwebt: eine sehr ehrgeizige und politisch motivierte Staatsanwältin, einen sympathischen Hundetrainer, der Avrils Herz erobert und einen kleinen Nachbarsjungen, um den sich Avril kümmert. Hundschuldig ist ein frischer, frescher und subversiver Film, der sein Publikum unterhalten und zum Nachdenken anregen will. Sehr empfehlenswert.
Schweiz/Frankreich/2024 / Buch: Anne Sophie Bailly, Laetitia Dosch / Regie:  Laetitia Dosch
Darsteller*innen: Laeitia Dosch, Kodi, Anne Dorval, François Damiens, Pierre Deladonchamps, Jean-Pascal Zadi
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Mittwoch, 
06.08.2025

Beginn
20.00
Ende ca. 
22.15
Uhr

Frei ab
12 Jahren


In Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Neuwied:

“ Googoosh – Made of Fire “    Prädikat: besonders wertvoll

Die iranische Popsängerin Googoosh war in den 1960er und 1970er Jahren eine der berühmtesten Sängerinnen ihres Landes. Dieser Ruhm endete zunächst im Jahr 1979 mit der Islamischen Revolution. Sie wurde unter Hausarrest gestellt, kehrte ihrem Heimatland jedoch erst im Jahr 2000 den Rücken und wanderte nach Kanada und in die USA aus, wo sie seitdem wieder Konzerte gibt, Auch dort füllte sie von Beginn an die großen Konzerthallen, dieses Mal jedoch mit Publikum aus der ganzen Welt. Der Film stellt uns diese beeindruckende Frau und Künstlerin durch Archivmaterial aus der Popkultur unter dem Schah, den dramatischen Bildern der politischen Veränderungen nach der Revolution und Konzert ausschnitten und Interviews der Gegenwart vor. Googoosh positioniert sich in den Gesprächen angesichts der aktuellen Proteste im Iran als kämpferisch gegen das Regime.
Deutschland / 2024    /     Buch und Regie:  Niloufar Taghizadeh

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Mittwoch, 
13.08.2025

Beginn
20.00
Ende ca. 
22.00
Uhr

Frei ab 
12 Jahren
 

“Die Barbaren – Willkommen in der Bretagne „

Julie Delphys neuer Film spielt in der kleinen bretonischen Stadt Paimpont. Dort wird von den Einwohnern sehr viel Wert auf Gemeinschaft gelegt. Trotz aller Unterschiede sind alle verbunden durch ihren Stolz auf eben diesen Zusammenhalt und die gegenseitige Hilfsbereitschaft. Daher entscheidet sich die Gemeinde mit großer Zustimmung für die Aufnahme einer geflüchteten Familie aus der Ukraine. Doch als stattdessen die syrische Familie Fayad in ihr Dorf kommt, sorgt dies für nicht erwartete Reaktionen. Die selbsternannten weltoffenen Bewohner stehen plötzlich vor der Aufgabe, die ihre Überzeugungen auf eine Probe stellt. Wie werden die Mitglieder der Familie Fayad im Dorf aufgenommen? Denn diese Familie ist kultiviert und sehr weltoffen und widerlegt die Klischees der scheinbar toleranten Dorfgemeinschaft. Eine satirische Komödie. 
Frankreich 2025   /    Buch: Julie Delphy, Matthieu Rumani, Nicolas Slomka/ Regie: Julie Delphy
Darsteller*innen: Julie Delphy, Sandrine Kimberlain, Laurent Lafitte, Ziad Bakri, Jean-Charles Clichet, India Hair, Dalia Naous਍

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Mittwoch, 
20.08.2025

Beginn 
20.00
Ende ca. 
21.45
Uhr

Frei ab 
12 Jahren

„Louise und die Schule der Freiheit „                      

Louise Violet kommt aus der Metropole Paris nicht ganz freiwillig aber mit guten Vorsätzen in das unwirtliche Hochland Frankreichs und sieht sich der vorwiegend armen Landbevölkerung gegenüber. Der Fleiß der Kleinbauern nützt ihnen nicht viel, für die meisten reicht es gerade so zum Überleben. Auch die kleinen Kinder sind es bereits gewöhnt, mitzuarbeiten. Weder die Eltern noch die Kinder haben mit Bildung viel im Sinn, weder die Erwachsenen noch die Kinder können lesen und schreiben. Doch Louise Violet, die zuerst einen Kuhstall in ein Klassenzimmer verwandeln muss, kann auf sanftmütige Art sturköpfig sein. Auch wenn sich in den ersten Wochen kein Kind blicken lässt, gelingt es ihr dank der Unterstützung des Bürgermeisters und durch zahllose Besuche bei den Familien in der Umgebung mit dem Unterricht zu beginnen. Schnell geht es aufwärts und Louise gewinnt nicht nur die Herzen der Kinder, sondern kann auch deren Eltern zu beeindrucken. Doch nicht alle ist alles Friede, Freude und Eierkuchen, denn Louise wird von einigen misstrauisch beäugt. Der Postbote liest ihre Briefe und tratscht den Inhalt im Dorf weiter. Dies führt zu Neid, Missgunst und ein tragisches Geheimnis gefährdet Louises Kampf für Bildungsgerechtigkeit. Regisseur Besnard hat einen wunderschönen Film über Sinn und Nutzen der Bildung gedreht. Ein Film als Kick für Herz und Verstand, der bewegt. Feinstes französisches Kino!
Frankreich 2024    /    Buch und Regie: Eric Besnard
Darsteller*innen: Alexandra Lamy, Grégory Gadebois, Jérôme Kircher, Jeremy Lopez, Patrick Pineau, Annie Mercier

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Mittwoch
27.08.2018

Beginn 
20.00
Ende ca. 
22.00
Uhr

Frei ab 
12 Jahren

„Für immer hier „

Wir schreiben das Jahr 1970, Weihnachten in Rio de Janeiro. Das Leben der Familie Paiva, die in Fußnähe der legendären Copacabana lebt, scheint unbeschwert. Vater Rubens arbeitet als Architekt, die Mutter Eunice kümmert sich mit der Haushälterin Zézé um die fünf Kinder und bald kommt noch ein kleiner Hund dazu. Doch die Fassade bröckelt zunehmend, da die Folgen der seit einigen Jahren herrschenden Militärdiktatur immer spürbarer werden. Immer mehr Präsenz von Soldaten in den Straßen, Berichte von Entführungen im Fernsehen und auch bald steht die Geheimpolizei bei den Paivas an der Tür, um Rubens angeblich nur zu einen Routineverhör mitzunehmen. Denn er war vor vielen Jahren Abgeordneter und sympathisierte für die Kommunisten. Doch bald geraten auch Eunice und die älteste Tochter in das Visier der Militärdiktatur und bleiben in Haft. Als sie freigelassen werden, hat sich alles verändert. Rubens bleibt verschwunden, ohne dass die Familie erfährt, was passiert ist. Eunice versucht ein Gefühl von Normalität zu wahren und ihre Kinder vor der schrecklichen Wahrheit zu schützen. Erst viele Jahre nach dem Ende der Diktatur werden sie Antworten erhalten. Der Film ist ein herausragendes Drama.
Brasilien/Frankreich/ 2024    /    Buch: Murilo Hauser, Heitor Lorega/ Regie: Walter Salles
Darsteller*innen: Fernanda Torres, Selton Mello, Valentina Herszage, Luiza Kozovski, Bárbara Luz, Cora Mora, Guilherme Silveira, Maria Manoella਍ ਍            Aufschlag von 1,00 € wegen Überlänge             
Demnächst wollen wir zeigen:  In die Sonne schauen, Das Meer ist der Himmel, Monsieur Aznavour, Der Tod ist ein Arschloch
        

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News-Kategorie
Kultur

Veröffentlicht von Stefan Caratiola

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